
Immer wieder bekomme ich Mails und Anfragen, was man als Grundausrüstung beim "Geisterjagen" benötigt und wie man am Besten damit anfängt.
Genau diese 2 Fragen sind es jedoch, die schier unbeantwortbar sind. Deshalb fangen wir mal ganz vom Anfang an, uns mit dem Thema zu befassen:
DER ÄUßERE EINFLUSS - DIE EIGENE VORSTELLUNG
Mit Popularität der sozialen Netzwerken, insbesondere FACEBOOK und TIKTOK sowie YOUTUBE, ist auch der Themenzugang "gesellschaftsfähiger" geworden.
Man sieht Kurzvideos die mystisch, gruselig und fesselnd sind. Das Interesse wird geweckt.
Auch im TV kursieren immer mehr themenbezogene Kurzfilme, Dokus uÄ. Von der Kino- und Filmbrache brauchen wir gar nicht erst reden.
Irgendwann wird die eigene Neugierde so groß, dass man selbst in Frage stellt, ob das alles wirklich ECHT ist und sucht entweder nach einem Nervenkitzel oder aber nach der Wahrheit!
Bevor man sich jedoch entscheidet, ein Hobby aus dem Ganzen zu machen, gilt es sich die Frage zu stellen, in welche Richtung man eigentlich gehen möchte.
Sind mir Abonnenten und Klicks wichtig?
Ist mir die Sensationsgeilheit am Wichtigsten?
Ist mir Ruhm und Anerkennung wichtig?
Möchte ich wissen, ob es Geister wirklich geben kann?
Interessiert mich Parapsychologie?
Interessiert mich die menschliche Psyche?
Sind mir die Fragen jetzt schon zu schwer oder zu blöd?
Heutzutage wird ein Mensch, scheinbar nach Abonnenten und Klicks bewertet. Um dies zu erhalten, muss man etwas schaffen, dass eine große Reichweite erhält und "VIRAL" geht.
Unabhängig davon, wie der Inhalt des Materials zustande kam.
Bitte stellen Sie in Frage, was Sie sehen!
Es ist unrealistisch, dass auch bei jedem Dreh etwas "Paranormales" passiert, weshalb hier falsche Tatsachen vorgegaukelt werden um eben an die heißbegehrten Likes und Klicks zu gelangen.
Meistens sind gerade "Ghosthuntinganfänger" sehr schnell demotiviert und enttäuscht, wenn sie feststellen, dass Videoinhalte in Wirklichkeit gar nicht so auftreten und vieles im Nachhinein bearbeitet wurde.
Sollte die eigene Motivation nun tatsächlich sein, dies zu erleben, was man zB auf TikTok sieht, bringt es nichts mehr, diesen Blog weiter zu lesen.
DIE HILFSMITTEL - DAS EQUIPMENT
Es gibt gewisse Hilfsmittel, die einem bei einer "Geisterjagd" unterstützen.
Dafür sollte man sich nicht an diversen Videos orientieren, sondern sich die Frage stellen, was man womit erreichen will.
Möchte man "Geister" fotografieren, besorge ich mir eine Digicam, oder ich lass mein Handy die Bilder machen.
Möchte ich mich in Richtung EVP (Jenseitsstimmen, Tonbandstimmen) bewegen, besorge ich mir ein Diktiergerät.
Hierbei achte ich jedoch in erster Linie darauf, dass das Diktiergerät einen USB oder MINIUSB Anschluss hat, damit man die Dateien überhaupt einmal auf den PC bekommt, zwecks Nachbearbeitung wie zB Verdeutlichungen, Filterungen usw....
Gerade bei Diktiergeräten ist es nicht wirklich sinnvoll, mit dem Teuersten zu Beginnen.
Gerade sensible, teure Geräte, filtern zu vil weg, was jedoch zur Erstellung von EVP sehr destruktiv ist.
Bewegt man sich also in einem Rahmen um die EUR 30,-- ist man bereits gut bedient.
Eine Marke empfehle ich nicht, da es nun reine Sympathiesache ist, eine Sache der Nutzerfreundlichkeit usw....
Das Selbe gilt für Digicams, Spiegelreflexkameras, Videokameras usw...
Was natürlich nicht fehlen darf. ist ein EMF-METER, da das ja alle Geisterjäger haben.
Das Beste Gerät ist das "K2", das das wirklich alle haben, selbst die Vienna Ghosthunters, somit muss das ja das Beste sein!!
Ich empfehle, sich an dieser Stelle bereits vor Augen zu halten, welchen Einfluss die Medien und Netzwerke auf uns haben.
Nur weil etwas, Jeder hat, muss es nicht zwingend von Qualität sein und sinnvoll sein Dasein fristen.
K2 Meter sind ursprünglich als HANDYORTUNGSGERÄT im Ramschladen angeboten worden.
Ein simples, sehr ungenaues sowie sinnbefreites EMF Meter im Bereich um die 10 Euro.
Die K2 Meter kommen aus China und Amerika, wo sie vor Jahren auch ausschließlich erhältlich waren.
Durch die TAPS, sowie durch VGH wurden diese EMF Meter populär. Sie wurden auch massenhaft kopiert und überschwemmen den Markt, jedoch nicht mehr als "Handyortungshilfe" sondern als "Ghosthuntingequipment", was den Preis enorm hoch trieb.
Anstatt also um die EUR 60,-- zu kaufen, rate ich zur Anschaffung eines digitalen, geeichten EMF-Meter.
Diese sind sensibler, genauer und können tatsächlich Missstände aufdecken, die im Zusammenhang mit paranormal geglaubten Ereignissen zu tun haben.
Wofür würden Sie überhaupt ein EMF nutzen, was zeigt dies an und warum ist es beim "Geisterjagen unerheblich?
Können Sie diese Fragen beantworten?
Nein?
Wofür brauchen Sie dann ein EMF-Meter?
Infrarotthermometer - Umgebungsthermometer
Mittlerweile oft unterschätzt, jedoch kein Fehlkauf ist ein digitales Umgebungsthermometer.
Haben Sie schon einmal etwas von "Cold-Spots" gehört?
Oder aber, kann es sein, dass man in bestimmten Momenten eine Gänsehaut bekommt, weil die Temperatur schlagartig sinkt?
Im Prinzip finden Sie alle Antworten bereits im Forum, welches sich sehr wissenschaftlich und detailverliebt in die Welt des professionellen Geisterjagens bewegt.
Gerade für Themenneulinge kann unser Forum sehr abschreckend wirken; rein aufgrund des Informationsfeuerwerkes und der Themenvielfalt.
Man wird auch nicht auf Anhieb alles verstehen, was auch nicht Sinn eines Fachforums ist, jedoch kann man sich gerade als Newbie sehr viel Vorwegwissen aneignen und versteht dann auch die Wahl der eigenen Geräte besser!
Es wird von uns und von mir, keine wirklichen Ratschläge für sinnvolle Technik geben, da man sich selbst überlegen muss, wofür braucht man was, was gibt es am Markt usw...
Für den Anfang reicht das eigene Handy!
Zeit für Entwicklung geben!
Ein ganz wichtiger Punkt ist das Thema ZEIT.
Niemand wird als Profi geboren und gerade die Geisterjagdanfänge können ein holpriger Weg werden.
Einer Seits entwickelt sich unser technisches Verständnis und anderer Seits auch das Thematische.
Nur braucht es Zeit. Zeit, die viele nicht haben und so einen Entwicklungsstopp durchmachen, der Fehler zulässt.
An Anfang ist alles plötzlich Paranormal und man wird mit einer Menge von Besserwissern konfrontiert, die mehr oder weniger Hilfreich sind, die Tätigkeit selbst jedoch in Frage stellen.
Wer nun hier bereits aufgibt, hat das wahre Geisterjagdleben verpasst!
Grundsätzlich sollte man sich ein dichtes Fell wachsen lassen, da es gerade bei dem Randthema Neider und selbsternannte Spezialisten gibt, die nur versuchen, einem das Hobby madig zu machen.
In Österreich ist es eher subtil gehalten, während in Deutschland ein regelrechter "Szenekrieg" herrscht.
Ein massives Konkurrenzdenken ist an der Tagesordnung, mit oftmals gar nicht so strafunrelevanten Aktionen.
Am Besten ist es, andere zu ignorieren und sich sein Hobby nicht schlechtreden zu lassen.
Ehrlichkeit währt am Längsten
Man findet sehr schnell heraus, dass es gar nicht so einfach ist, einen sogenannten Spukort zu finden. Hat man diesen ausfindig gemacht, steht man vor einem gröberen Problem; der Ort der Begierde ist versperrt.
Beim genaueren Betrachten, erkennt man ein Loch im Zaun, der auch zum durchschreiten einlädt.
Von diversen Internetseiten wiess man, dass bereits einige vor einem da waren und den Zugang wählten.
Was jedoch nicht erwähnt wird, ist der aufmerksame Nachbar, der sofort die Polizei ruft, überwindet man die Absperrung.
Zack - man erhält im besten Fall eine Besitzstörungsanzeige,
Es ist immer notwendig, LEGALE Besichtigungszugänge zu bekommen, wodurch man sich selbst eine menge Ärger ersparen kann und auch keine Probleme bekommt, publiziert man diverse Fotos und Videos vom inneren eines fremden Grundstückes.
Die Genehmigungen bekommt man bei den jeweiligen Eigentümern, im Regelfall KOSTENLOS, sofern man einem plausiblen und nachvollziehbaren Grund angibt, weshalb man ein Grundstück betreten möchte.
Natürlich hagelt es auch mal eine Absage, dann hat man dies zu akzeptieren und in 6 - 12 Monaten, startet man einen neuerlichen Anfrageversuch.
Es wird hier aufs Schärfste verurteilt, wird und mitgeteilt, fremdes Hab und Gut, illegal betreten zu haben.
Dies kann sogar einen Forenausschluss nach sich ziehen und ruiniert die gesamte Szene und versperrt Anderen die Tore dauerhaft!
EINE FRAGE DES GELDES
Viele Unerfahrene sind zu Beginn etwas eingeschüchtert, sieht man sich die ganzen Anschaffungskosten des Equipments an. Gerade diverse "Spezialgeräte" können das Hobby richtig teuer werden lassen, wo sich die Frage stellt, muss man sich schon zu Beginn mit Allem eindecken, was es am Markt so gibt?
Sieht man sich zB das ausgeschilderte Equipment an, das unser Verein nutzt, sieht man im Grunde nur mehr Dollarzeichen:
Vienna Ghosthunters - Equipment
Was viele nicht beachten, dass hier die Anschaffung über Jahre hinweg gedauert hat, bis wir alles angeschafft haben.
Finanziert wurde alles aus EIGENMITTEL, ohne Sponsoring oder sonst was.
Begonnen haben wir jedoch auch mit einem Pendel und einer Digitalkamera.
Wir auch bereits zu Beginn angemerkt, ist es unerheblich, wie viel Equipment ein Team hat, wichtig ist, ob es den Umgang damit beherrscht und die Sinnhaftigkeit der Nutzung gegeben ist.
Jedes Hobby kostet natürlich Geld, keine Frage.
Geld, welches man häufig nicht hat, weshalb man häufig Wege einschlägt, die einem zum Verhängnis werden können.
Kostenpflichtige Angebote
Man wird sehr schnell bemerken, dass man aus diesem Hobby auch PROFIT schlagen kann. Dies auf mehrere Arten.
Was die wenigsten jedoch bedenken, dass man Einkünfte versteuern muss und dass der Fiskus nach einer geraumen Zeit anklopfen könnte, was einem das Hobby ruinieren kann, haltet man sich nicht von Beginn an, an diverse Einkommensgrenzen.
Auch bieten immer mehr Personen, kostenpflichtige "Säuberungen" und "Geisterjagdevents" an.
Nicht nur, dass das Betreten fremder Wohnungen, rechtlich ein Problem werden könnte, wandern sehr viele hier im Bereich der Scharlatanie!
Am Besten ist es, diverse KOSTENVERPFLICHTUNGEN Außen vor zu lassen, so läuft man nicht Gefahr, sich durch Unwissenheit strafbar zu machen.
An dieser Stelle merke ich an, dass unser Verein, als eingetragener Verein, befugt ist, Geld zu verlangen, was wir im Regelfall nicht tun, ausgenommen Auslagen und gebuchte Angebote.
Die Kostenpflicht ist bei den betroffenen Angeboten angemerkt und man bekommt eine aufgeschlüsselte Rechnung.
Ebenso dürfen von Privatpersonen KEINE offiziellen Spenden angenommen werden, sofern man keine extrige Steuernummer vorweisen kann.
Selbst Contenteinnahmen, wie zB von YouTube und TikTok, können ab einem bestimmten Einnahmebetrag richtig Probleme machen.
Insbesondere hier gilt:
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Geisterjagen ist KEIN Hobby, mit dem man reich werden kann!
Wer das Hobby nur macht, um sich vor einer "richtigen Arbeit" zu drücken, hat sich das falsche Hobby dafür ausgesucht!
Bis es hier zu finanziellen Bonis kommt, muss man selbst bereits einen gewissen Ruf und Namen haben.
Am Besten ist, man schiebt den Gedanken wieder ganz schnell weg, man könne sein Leben mit dem Hobby finanzieren.
Fortsetzung folgt....
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